
Irgendwo in Brandenburg: In einem von Wald umschlossenen Haus am See löst Goldberg sein lange aufgeschobenes Versprechen ein, die Geschichte von Miléna Balogh zu schreiben. Einer Frau zwischen schöpferischer Arbeit und der lähmenden Fatigue ihres Brotjobs im Neukölln der Nullerjahre. Parallel beobachtet er die Ermittlungen eines jungen Polizisten: Ein Unbekannter drapiert tote Füchse im nahen Unterholz.
Während der Schriftsteller gegen die Unmöglichkeit der Biografie des anderen und das Verlöschen von Künstlerin und Werk anschreibt, begegnet er dem Schmetterlingssammler Mitić, der als »sanfte Rache« für die Bausoldatenzeit alte Birnbäume pflanzt, einer Öko-Dichterin, die ihre Poesie angesichts der Naturzerstörung für unwichtig hält, dem örtlichen Tierarzt, Jäger und Hobbyhistoriker, der in einer märchenhaften Waldhütte die Jagd zum fairen, gleichberechtigten Kampf erklärt, und – einem Gespenst.
Raffiniert und atmosphärisch dicht verwebt der Roman die traurig-schöne Geschichte einer »ungarischen« Muse mit dem Trost der Erzählung und einem Nature Writing mit augenzwinkernden ›Twin Peaks‹-Anklängen, das den Möglichkeitssinn gegen eine dystopische Welthaltung wiederentdeckt.
Details zum Buch / Bibliografische Angaben
- Verlag: kul-ja! publishing
- Erscheinungstermin: 26. Februar 2026
- Roman
- Moderne und zeitgenössische Belletristik, Erzählende Literatur/Gegenwartsliteratur, 20./21. Jahrhundert, Existenz, Freiheit, Gentrifizierung, Gesellschaft und Soziales, Identität und Zugehörigkeit, Kunst und Künstlertum, Liebe und Beziehungen, Nature Writing
- Hardcover (Fadenheftung) mit Lesebändchen
- 296 Seiten — 13 x 20 cm
- Sprachen: Deutsch
- ISBN: 978-3-949260-55-1
Wolfgang Scherreiks
Seit seiner Kindheit liest sich Wolfgang Scherreiks durch die Weltliteratur und verfasst bald eigene literarische Kurztexte und Romane. Zunächst ausdrücklich für die Schublade. Nach gelegentlichen Beiträgen für Literaturzeitschriften (u. a. Torso Literaturpreis 2010), Reise-Essays, Journalisten-Stipendium der Post AG 2012 und zuletzt Nature-Writing-Workshop der Stiftung Kunst & Natur x Matthes & Seitz 2021 schreibt er, ausgestattet mit dem Stipendium Neustart Kultur, den ›Goldberg‹-Roman in einem Seehaus in der Uckermark. Aktuell ist wieder ein neuer Roman in Vorbereitung. Der in Bremen geborene Schriftsteller und Journalist lebt seit 1987 in seiner Wahlheimat Berlin-Schöneberg.

Programmatisch für seine literarische Arbeit könnte folgendes Interview-Zitat stehen: »Gute Literatur ist unabhängig von Moden, irritiert gängige Perspektiven oder die Setzungen vorgeblicher Alternativlosigkeit. Außerdem glaube ich nicht, dass sich an den großen Topoi jemals etwas ändern wird: Liebe, Tod, Trauer, Reise oder Verwandlung. Egal wer oder wo du bist. Das wird immer neu aus einer intimen Geschichte und – eingestanden oder geleugnet – dem kulturellen Erbe heraus, in Kunst übersetzt. Dafür muss eine Form gefunden oder variiert werden. Wenn ich überhaupt einen Wunsch freihätte an einige Literaturmoden, würde ich es so sagen: Weniger Apokalypsen, mehr Apfelbäume pflanzen.« Das ganze Interview von Walter Pobaschnig mit Wolfgang Scherreiks ist hier nachzulesen.
Sein neuer Roman »Goldberg« erscheint am 26. Februar 2026 im Verlag kul-ja! publishing und ist überall zu haben, wo es gute Bücher gibt. Vorbestellungen sind schon jetzt möglich – am besten direkt beim Verlag.
⛱ Die Buch-Premiere findet statt am Freitag, den 13. März, um 20.00 Uhr in der Lettrétage, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin ⛱ JETZT TICKETS SICHERN!
Wolfgang Scherreiks ist vertreten auf der Plattform für deutschsprachige Literatur, betrieben vom Literarischen Colloquium Berlin und dem Brandenburgischen Literaturbüro.
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