Tschirpen, tschilpen, deddern

»Nature Writing« macht Lust aufs Erkunden der »Wildnis« vor der Haustür.

Jeden Morgen wecken mich Hinterhofvögel. Hier nur allgemein von Vogelgesang zu reden, wäre ein urbanes Armutszeugnis. Mit trägem Nachdenken schälen sich Bilder heraus von Spatzen, Tauben, Elstern oder Amseln. Aber singen die mir ihr vielstimmiges Frühkonzert? Gut, die einen zwitschern, die anderen gurren. Wollt ihr es genauer, müsste ich onomatopoetische, also lautmalerische Worte erfinden oder in Enzyklopädien stöbern – wäre da nicht das Handwörterbuch der Vogellaute von Peter Kraus. Es übersetzt Vogelgesänge in Sprache. So finden sich Worte, die längst vergessen sind oder auf dem besten Weg dahin. Jetzt zwitschert mir der gemeine Haussperling nicht mehr nur: Er tschirpt, tschilpt, schilkt und deddert. DEN KOMPLETTEN BEITRAG AUF ND.DIE WOCHE LESEN.

Peter Krauss: Singt der Vogel, ruft er oder schlägt er? Handwörterbuch der Vogelkunde (Naturkunden), Matthes & Seitz Berlin, 25 Euro.

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